Konzert 2015VS-Schwenningen. Traditionelles Jahreskonzert des Musikvereins Harmonie begeistert Publikum. Einen bunten Abend mit vielen musikalischen Genres und Geschichten erlebte das Publikum beim Jahreskonzert des Musikvereins Harmonie Schwenningen im Gemeindehaus St. Franziskus. Elf Stücke und viele Ehrungen bestimmten das Programm.

Der feierliche Einzug der rund 25 Musiker wurde von tosendem Applaus begleitet, die Mitglieder des Musikvereins Harmonie sind eine bunte Truppe - alle Altersklassen waren vertreten. Der Vorsitzende, Siegfried Maier, hielt eine nachdenkliche Begrüßungsrede über das Weihnachtsfest. Das traditionelle Jahreskonzert des Schwenninger Vereins findet immer am Samstag vor Weihnachten statt, das Konzert ist immer eine wochenlange Probearbeit. Bereits in "City-Treff" von Siegmund Goldhammer kam die ganze Bandbreite des Orchesters zum Vorschein, der musikalische Leiter Harald Leibold zeigte viel Einsatz und dirigierte die Musiker durch das Stück.

Zwischen den einzelnen Liedern erzählte Moderator Paul Grundner Geschichte und Geschichten, Hintergrundinformationen und auch mal ein paar lustige Fakten. Das folgende Stück wurde detailliert von Grundner interpretiert, der mongolische Herrscher Dschingis Khan wurde im gleichnamigen Werk präsentiert: "Der erste und dritte Teil sind so gestaltet, dass der Ansturm der mongolischen Reiterheere musikalisch nachgezeichnet wird", so Grundner. Dramatische Klänge symbolisierten die gefährlichen Kämpfer - Blechbläser und Schlagwerk machten hier ihren Dienst.Nach diesem sehr dynamischen Stück wurde "Besuch bei Offenbach" angestimmt, der laute und pompöse Beginn wurde von Beckenschlägen und anschließend eher verhaltenen Teilen geprägt, gegen Ende entwickelte sich das Stück zu einem Marsch. Viele bekannte Melodien wie die Marseillaise kamen in der Phantasie zum Vorschein - Jacques Offenbach, der Erfinder der Operette, wurde sehr gut interpretiert. Ein Highlight war das nächste Stück: Harald Leibold und Daniela Bilger standen als Solisten mit ihren Piccolos im Rampenlicht. Das Stück "Die beiden kleinen Finken" wurde meisterhaft gespielt, die kleinen Flöten hörten sich an wie wahrhaftige Vögel.Zum Konzert waren viele befreundete Musikvereine angereist, um die Schwenninger spielen zu sehen: "Einige haben uns sogar ausgeholfen, weil wir für so ein Konzert immer mal wieder ein paar Musiker brauchen. Es ist toll, dass sich die kleinen Vereine gegenseitig helfen", erzählte Siegfried Maier.Ein Porträt von Irving Berlin leitete den zweiten Teil des Abends ein: Das jazzbetonte Stück entführte die Zuhörer in ein New York der 1920er-Jahre - das Gemeindehaus groovte begeistert mit. "Santas Grotto" von Derek Bourgeois lehnte sich stark an Smetanas Moldau an und wurde souverän vom Musikverein gespielt.Die eingeübte Gruppe war dann auf das Publikum angewiesen - ein gemeinsames Singen von Weihnachtsliedern stand auf dem Programm. Klassiker wie "Stille Nacht", "Leise rieselt der Schnee" und "Alle Jahre wieder" wurden in ein Medley gepackt und im fröhlichen Chor gesungen

Gänsehautstimmung kam insbesondere bei "Stille Nacht" auf - die sinnlichen Klänge lösten bei allen Weihnachtsgefühle aus. Weihnachtsmuffel kamen beim letzten Stück auf ihre Kosten, der Standschützen-Marsch von Sepp Tanzer, ein Kampflied für Südtiroler Soldaten, war der stimmungsvolle Abschluss des Programms. Das Ende musste aber nach vorne verschoben werden, da das Publikum eine Zugabe forderte: Diese gab es in Form der Lieder "Instant Concert"- in drei Minuten wurden 33 Stücke angespielt, eine Reise durch die Musikwelt - und "A Night Like This". Der tosende Applaus bestätigte die Leistung der Musiker - das Blasorchester meisterte den Abend mit Bravour.

(Quelle: Bericht Südwest-Presse - GABRIEL RINALDI - vom 21.12.2015)

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